Die Wellenläufer-Trilogie ist seit Sommer 09, als ich sie mir zum ersten Mal aus unserer Schülerbücherei ausgeliehen habe, mein ABSOLUTES Lieblingsbuch!!!!
Ich bin davor schon in der Bücherei wie eine Katze um dem heißen Brei drum herum geschlichen, weil ich zuvor die Merle-Trilo
gelesen hatte, die mich tief beeindruckt hat, und ich mehr Bücher von Kai Meyer lesen wollte.
Das Thema hatte mir auf dem Klappentext jedoch gar nicht zugesagt, weil ich die ganzen klischeehaften und überladenen Piratengeschichten schon zu Genüge kannte-dachte ich zumindest.
Als ich es mir schließlich doch ausgeliehen und eher widerwillig noch in der Pause anfing zu lesen, hatte mich Jolly schon nach den ersten Sätzen so sehr in den Bann gezogen, dass ich das Klingelzeichen glatt überhört und 10 minuten zu spät gekommen bin(meine Freundin, die mich sonst immer bei meinen "Bücherfällen" wie sie es nennt, weckt, war an dem Tag nicht da)
Die Extrahausaufgabe von meiner Lateinlehrerin war es voll und ganz wert(zumal ich in der Stunde-diesmal unbemerkt-noch weitergelesen habe

)
Die Handlung, die durchdachten Figuren und der feine Humor ist mir bis jetzt in keinem andrem Buch so nahegegangen.
Ich habe es wieder und wieder gelesen, bei jedem Mal neue Kleinigkeiten entdeckt, überall darüber nachgedacht, in der Schule Piratenschiffe mit "Carfax" drauf und meine Lieblingscharaktere(falls es jemanden interessiert:Jolly, Griffin, Walker, Soledad, Buenaventure und der Hexhermetische Holzwurm) gezeichnet und davon geträumt, selbst in dieser Geschichte zu stecken(was ich im Übrigen immer noch tue

)
Jolly ähnelt mir in vielen Dingen, ich konnte mich gut in sie hereinversetzen und vor allem fand ich es gut, wie willensstark und eigen sie ist, ohne dabei in das Klischee dieses Typs zu verfallen.
Die Wandlung von Munk ist sehr gut beschrieben(obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass er am Ende der Trilo kaum noch zu den Lieblingsfiguren der meisten Leser gehören könnte

)
Und Griffin...Genauso habe ich mir einen Piratenjungen vorgestellt.
Er lebt vom Heute ins Morgen, ohne einen Gedanken an sich oder die Zukunft zu verschwenden, und seine Hemmungslosigkeit, die ans Unverschämte grenzt, seine Unbeschwertheit und sein humor haben ihn mir von Anfang an sympathisch gemacht, zumal er im Laufe der Reise eine Wandlung mitmacht, ohne sich selbst gleichzeitig zu verlieren.
Und Soledad und Walker und Buenaventure und der Wurm und und und....
Ich kann sie jetzt nicht alle beschreiben.
Aber, wie Soledad sehr passend in "Die Wasserweber" bemerkt:
Aelenium hatte nicht nur im Wurm erstaunliches zum Vorschein gebracht, sondern in gewisser Weise an ihnen allen.
Eure Wellenläufer-Fan(in)
Quappe(13)
PS: Es hat noch was Gutes:Seit meiner Wellenläufer-Lektüre gelte ich als unangefochtene Expertin in der Geschichte der Piraterie, ihren Flaggen und Schiffstypen und der Geographie der Karibik(ich kann nicht zählen, wie oft ich mir auf der Weltkarte den Schauplatz der Wellenläufer-Trilo angesehen habe und Jollys Weg verfolgt hab

)Meine Noten leiden darunter nicht.
PPS:Inzwischen hab ich mir die Bücher selbst gekauft-sie begleiten mich auf allen Zugfahrten etc.
PPPS: Dank meinem Latein kann ich "Mare Tenebrosum" inwischen selbst übersetzen
PPPPS: Ich liiiiiiiieeeebe Wellenläufer-hat mans gemerkt?
